September 2026. Ende August eröffnete mit MOVECITY die schweizweit größte Multisporthalle für Freestyle- und Trendsportarten. Das erste Projekt dieser Art in Europa wird als Shop-in-Shop-Modell betrieben und setzt auf High-End-Technik: So wird auch der innovative ASB GlassFloor im Rahmen von MOVECITY erstmals öffentlich buchbar und zeigt, dass er weit mehr ist als ein moderner Sportboden. Dank programmierbarer LED-Technologie macht er aus großen Flächen wandelbare Erlebnisräume – und gibt so Impulse, die weit über den Sport hinaus nutzbar sind.
Große Flächen brauchen neue Ideen. Klassische Verkaufs- und Veranstaltungsflächen suchen nach zusätzlichen Besuchsanlässen und flexibleren Nutzungsperspektiven. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Orten, an denen Menschen nicht nur konsumieren, sondern gemeinsam etwas erleben. Mit MOVECITY in Affoltern am Albis hat im August 2026 ein Sport-Space eröffnet, der nicht nur Bewegungsjunkies, sondern auch Stadtplaner, Architekten oder Behörden aufhorchen lassen sollte, denn MOVECITY denkt Raum neu: Auf knapp 13.000 Quadratmetern verbindet die neue Location Bewegungsangebote mit Workshops, kreativen Räumen, Meetings, Veranstaltungen, Gastronomie und Aufenthaltsbereichen. So entsteht nicht einfach eine Halle, sondern ein Treffpunkt mit Erlebnischarakter.
Erlebnisqualität wird zum Standortfaktor
MOVECITY steht exemplarisch für eine größere Entwicklung. Handelsimmobilien, Shopping-Center und großflächige Gewerbeobjekte werden zunehmend als Orte gedacht, die verschiedene Funktionen miteinander verbinden. Der „European Retail Outlook 2026“ von CBRE zählt erlebnisorientierte Handelskonzepte zu den zentralen Trends im europäischen Retailmarkt. Auch das EHI Retail Institute beobachtet eine wachsende Bedeutung von Mischnutzungen: 20 Prozent der untersuchten Shopping-Center planen, Verkaufsflächen zugunsten anderer Nutzungen zu reduzieren. Freizeiteinrichtungen gehören bereits bei 39 Prozent der Center zu den vertretenen retailfremden Angeboten.
Dabei geht es nicht allein darum, Flächen neu zu vermieten. Entscheidend ist es, Shoppingmalls, Gewerbegebiete oder Innenstädte attraktiver zu gestalten und neue Gründe für den Besuch zu schaffen. MOVECITY setzt genau an dieser Schnittstelle an. Unter dem Leitgedanken „Bewegung verbindet“ entsteht eine lebendige Erlebniswelt, die Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Interessen zusammenbringen soll. Neben den sogenannten Move Zones gehören deshalb auch Workshop-, Meeting- und Kreativräume, Eventflächen sowie gastronomische Angebote zum Konzept.
Der Boden wird zum Interface
Technisches und räumliches Herzstück ist die Arena by ASB GlassFloor, eine Kooperation zwischen Michael Jacobsen und der ASB Arena and Event Services AG. Der 28 × 15 Meter große digitale Glasboden entspricht der Fläche einer Multisport-Standardhalle, ist jedoch nicht auf eine bestimmte Nutzung oder Gestaltung festgelegt. Gesteuert über die Softwareplattform
GlassCourt OS kann die gesamte Fläche in kurzer Zeit ein neues Erscheinungsbild und eine neue Funktion erhalten.
Spielfeldmarkierungen lassen sich ebenso darstellen wie Animationen, Grafiken, Logos, Sponsoringinhalte oder Live-Daten. Damit ist der Boden nicht nur funktionale Fläche, sondern zugleich visuelles Medium, Orientierungssystem und digitale Bühne. Inhalte werden nicht auf zusätzlich aufgestellten Bildschirmen gezeigt, sondern unmittelbar Teil des Raumes.
GlassCourt OS ermöglicht unter anderem, digitale Flächendesigns zu verwalten und anzupassen, Sponsorenlogos in Echtzeit auszutauschen sowie Inhalte direkt auf dem Boden zu positionieren und zu skalieren. Durch die Integration externer Daten können außerdem Statistiken und weitere Informationen visualisiert werden.
Darüber hinaus wird die Fläche selbst interaktiv: Über ein Tracking-System können Bewegungen von Spielerinnen und Spielern erfasst und unmittelbar in digitale Anwendungen übersetzt werden. So entstehen Spiele, bei denen virtuelle Inhalte auf dem Boden mit realer körperlicher Bewegung verbunden sind – die Nutzer steuern das Geschehen nicht per Controller, sondern mit ihrem eigenen Körper. Dieses Prinzip eröffnet weit über den Sport hinaus neue Möglichkeiten, etwa für interaktive Markenwelten, spielerische Lernformate, Events oder immersive Besucherlebnisse.
„Die Zukunft großer Flächen liegt nicht darin, ihnen lediglich eine neue feste Funktion zu geben. Ihr eigentlicher Wert entsteht durch multifunktionale Nutzungsmöglichkeiten“, sagt Christof Babinsky, Geschäftsführer von ASB GlassFloor. „Ein Raum kann am Vormittag Trainingsfläche, am Nachmittag interaktive Spielwelt, am Abend Eventbühne und am Wochenende Markenraum sein. Der ASB GlassFloor macht diesen Wechsel nicht nur möglich, sondern unmittelbar sichtbar und erlebbar.“
Eine Fläche, viele Programme
Mit der Arena by ASB GlassFloor wird eine Technologie, die bislang vor allem in professionellen Veranstaltungsstätten und bei großen Sportereignissen eingesetzt wurde, erstmals für ein breites Publikum öffentlich buchbar. Gruppen, Vereine, Schulen, Unternehmen, Veranstalter und Content-Creator können die digitale Fläche künftig für unterschiedliche Formate nutzen.
Gerade diese Öffnung macht MOVECITY zu einem wichtigen Referenzprojekt: Die Fläche ist nicht mehr für einen einzelnen Zweck gebaut. Sie wird programmiert. Für Unternehmen entstehen so spannende Möglichkeiten für Produktpräsentationen, Workshops oder Teambuildings. Veranstalter erhalten eine Bühne, deren Erscheinungsbild sich ohne aufwendige Umbauten verändern lässt. Marken können Inhalte nicht nur auf Bannern oder einzelnen Screens platzieren, sondern unmittelbar in die räumliche Inszenierung integrieren. Für kreative und edukative Formate wird der Boden zur interaktiven Spiel-, Lern- oder Präsentationsfläche.
Blaupause für neue Flächenkonzepte
Was bei MOVECITY als Bewegungs- und Erlebnisarena beginnt, lässt sich auf zahlreiche andere Bereiche übertragen. In Shopping-Centern und Mixed-Use-Immobilien können digitale Flächen wechselnde Besuchsanlässe schaffen. Showrooms können Produkte und Markenwelten räumlich inszenieren. Hotels und Unternehmenszentralen können Empfangs-, Konferenz- oder Veranstaltungsbereiche flexibel an unterschiedliche Zielgruppen und Anlässe anpassen. Auch in Museen, Kulturinstitutionen, Messehallen und öffentlichen Gebäuden entstehen neue Möglichkeiten für Information, Orientierung und Interaktion – und ASB GlassFloor hat mit digitalen Glasböden und -wänden die passende Technologie dafür.